Erlaubst Du Dir glücklich zu sein?

09.06.2021 09:17

Straßenakobatin turnt zwischen BonbonsDie meisten Menschen möchten glücklich sein. Doch warum haben wir  immer wieder das Gefühl, das Glück liegt in  der Zukunft? Warum ist es so schwer, hier, jetzt und heute das Leben in vollen Zügen zu genießen, mit allem was es bietet? Lies weiter, wenn Du das auch kennst und eine Lösung suchst.

Warum das Glück oft in der Ferne liegt

Wir bekommen von klein auf beigebracht, dass wir im Leben nach etwas streben müssen. Schon Grundschulkinder werden gefragt, was sie im Leben denn mal werden möchten. Gemeint ist damit natürlich, welchen Beruf sie ergreifen möchten. Die Art der Fragestellung ist aber anders. Implizit sagt die Frage aus: „Du bist noch nichts, Du musst erst noch etwas werden.“

Diese Betrachtungsweise schleppen wir dann durch unser ganzes Leben. Am Anfang geht es darum, welchen Schulabschluss wir anstreben und welche Berufsausbildung wir machen.

Aber sind wir dann endlich „etwas“, wenn wir einen Beruf haben? Mitnichten! Vielmehr streben wir nach mehr Gehalt, einer besseren Position oder einer angeseheneren Stellung.

Doch unser „etwas werden wollen“ geht sogar noch über den Beruf hinaus. Wir möchten fitter werden, schlanker, schöner. Wir möchten mehr von der Welt bereisen und den perfekten Partner finden und die perfekte Familie gründen. Und dann müssten wir doch irgendwann endlich mal glücklich sein, oder?

Die Angst, das Glück erreicht zu haben

Da wir darauf programmiert sind, immer nach mehr zu streben, haben wir Angst anzukommen.

Denn was passiert, wenn wir plötzlich glücklich und zufrieden sind? Stehen wir dann morgens  überhaupt noch auf? Haben wir dann noch Interesse daran, im Leben „voranzukommen“?

Was passiert, wenn die Karotte plötzlich nicht mehr vor unserer Nase baumelt, sondern wir sie genüsslich Bissen für Bissen verspeisen dürfen?

Diese Angst hält viele Menschen davon ab, jetzt in diesem Moment glücklich zu sein und zwar genau mit dem, was sie gerade haben. Stattdessen wird das Glück lieber auf einen unbestimmten Zeitpunkt in die Zukunft verschoben. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, dann… Wenn ich die neue Stelle bekomme, dann… Wenn ich …

Nur wer glücklich ist, kann glücklich sein

Unser Gehirn macht immer genau das, was wir ihm sagen. Wenn wir glücklich WERDEN möchten, dann bekommen wir genau das: Wir handeln genau so, dass das Glück in der Zukunft liegt, denn wir wollen ja nicht glücklich sein, sondern glücklich WERDEN.

Wenn wir jedoch glücklich SIND, dann ist das jetzt in diesem Moment so und wird sich auch nicht ändern, solange wir diese Haltung beibehalten.

Die Entscheidung liegt bei uns. Machen wir unser Glück abhängig von Dingen, die in der Zukunft eventuell eintreffen, rennen wir wie der Esel immer einer Karotte hinterher.

Wenn glücklich zu sein nicht mehr das Ziel ist, was ist es dann?

Mit den Zielen ist das so eine Sache. In der Regel machen uns Ziele so lange Spaß, solange sie vor uns liegen. Es ist der Weg dahin, der uns mit Energie und Tatendrang erfüllt. Ist das Ziel erst einmal erreicht, folgt nach einer kurzen Phase der Freude darüber schnell die Ernüchterung.

Was nun? Ist die Frage, die sich immer wieder stellt. Also setzen wir uns ein neues Ziel und hoffen in diesem Erfüllung zu finden. So kann man im Leben natürlich etwas erreichen, weil wir immer nach mehr streben, aber es ist ein Teufelskreis. Koppeln wir unser Glück also immer wieder an die Erreichung unserer Ziele, folgt regelmäßig Ernüchterung und die Suche geht von vorne los.

Nun drängt sich aber folgende Frage auf: Wenn wir uns entscheiden jetzt und in diesem Moment ab sofort immer glücklich zu sein, was treibt uns dann überhaupt noch an? Können wir dann überhaupt noch etwas „erreichen“  im Leben?

Bedeutet glücklich sein, etwas zu erreichen?

Aber geht es darum im Leben überhaupt? Müssen wir etwas erreichen? Ist das „etwas erreichen“ nicht nur unser Mittel zum Zweck auf der Suche nach Glück?

Geht es im Leben nicht vielmehr darum, das Leben zu erfahren? Geht es nicht einfach nur um das Leben selbst. Das Glück in dem zu empfinden was ist, mit all seinen Höhen und Tiefen? Ist das nicht wahres Glück?

Ist der Weg das Glück?

Wenn wir die Erfahrung gemacht haben, dass der Weg zum Ziel immer der spaßigste Teil beim Ziele erreichen war, warum suchen wir uns dann nicht einen Weg, der nie zu Ende geht?

Wenn wir eine Wanderung machen, ist ja auch nicht unbedingt das angepeilte Ziel der Grund, warum wir überhaupt losgehen. Vielmehr möchten wir den Weg genießen, die Landschaft, die Natur und die Freude an der Bewegung.

Wenn wir solch einen Lebensweg gehen, der einfach Freude macht und uns tagtäglich mit Glück erfüllt, dann können wir sicher sein, dass dieses Glücksgefühl anhält, solange wir uns auf unserem Weg befinden.

Was wir sofort tun können um unseren Lebensweg zu ebnen

Wenn wir unseren ureigenen Lebensweg gerade erst beginnen zu beschreiten, kann es sein, dass es  manchmal noch recht holprig ist. Doch je geübter wir im Erkennen unseres Weges werden, umso einfacher und leichter lässt sich dieser beschreiten.

Wenn wir  es gewohnt sind der  Karotte, die vor unserer Nase baumelt hinterherzurennen, haben wir bis dahin oft nicht so genau darauf geachtet, wie der Weg  aussieht, der vor unsere Füße liegt. Also müssen wir zunächst aus dem Dickicht herausfinden.  Das geht nicht von heute auf morgen und erfordert ein wenig Ausdauer und Übung.

Haben wir den Entschluss gefasst, unseren Lebensweg zu finden, sollten wir den ersten Schritt unbedingt sofort machen. Das kann ein ganz kleiner einfacher Schritt sein, schließlich wollen wir uns ja nicht gleich zu Beginn überfordern. Es gibt viele Möglichkeiten für erste Schritte, hier ist ein Vorschlag:

Was hälst Du davon, dass Du ab sofort regelmäßig kleine Glücksinseln in Deinen Alltag einplanst? Mache Dir Gedanken darüber, was Dir Spaß macht. Bei welchen Dingen vergisst Du die Zeit? Welche Tätigkeiten lassen Dich innerlich ruhig werden? Wobei kannst Du herzhaft und entspannt lachen?

Baue diese Dinge ab sofort in Deinen Alltag ein. Wenn Du wenig Zeit hast, dann reserviere Dir für den Anfang täglich 5-10 Minuten. Zum Beispiel für:

  • eine Tasse Tee ohne Ablenkung
  • einige Minuten ohne Schuhe im Gras stehen und die Kühle spüren
  • ein Kapitel eines Romans lesen…

Es müssen keine großen Dinge sein. Wichtig ist, überhaupt erst einmal zu beginnen.

Konzentriere Dich auf das Glück in Deinem Leben

Wir bekommen im Leben immer mehr von dem, auf das wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Meckern wir also immer und konzentrieren uns auf das Schlechte, kommt auch mehr Schlechtes in unser Leben.

Da Du aber ab jetzt immer kleine Glücksmomente in Deinen Alltag einbaust, kannst Du Dich ab sofort auf die positiven Dinge konzentrieren. Vielleicht magst Du jeden Abend drei Dinge aufschreiben, die Dich an diesem Tag glücklich gemacht haben?

Du wirst sehen, dass es bald immer mehr Glücksmomente in Deinem Leben gibt und kaum noch etwas Schlechtes passiert.

Unseren Lebensweg mit Glücksmomenten pflastern

Wenn wir also Glücksmomente in unseren Alltag einbauen, diesen dann nach und nach mehr Aufmerksamkeit schenken, wird unser Lebensweg bald gepflastert sein damit.

Wir können nun Schritt für Schritt vorangehen, das Leben genießen und unseren Weg machen.


Katrin JachmannDieses Gedankenspiel machte Katrin von lib-elle

Katrin ist Gründerin von lib-elle und selbst immer im Spagat zwischen Arbeit, Familie und sich selbst. Ihre Blogbeiträge handeln davon, wie es gelingt, jedem Lebensbereich den nötigen Raum zu geben. Aus diesen Erkenntnissen heraus entstehen auch die lib-elle Aufgabenplaner, die hier im Shop erhältlich sind.


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