3 einfache Schritte Deine Seele von altem Ballast zu befreien

02.09.2020 12:36

Durcheinander und ChaosWann hast Du das letzte Mal zu Hause Inventur gemacht? So eine richtige Bestandsaufnahme? Falls das schon eine Weile her ist, solltest Du mal wieder jeden Schrankinhalt genau anschauen. Das befreit nämlich nicht nur Deine Wohnung sondern nebenbei auch Deine Seele.

Was hat entrümpeln mit Geist und Seele zu tun?

Ganz einfach, alle materiellen Dinge, die wir besitzen, haben wir aus einem ganz bestimmten Grund angeschafft. Die Gründe sind so mannigfaltig wie ein Kaleidoskop. Ein Blick in den Schrank sagt viel über seinen Besitzer aus.

Meist kaufen wir Dinge, weil wir glauben sie zu brauchen. Doch wir leben in einer absoluten Überflussgesellschaft. Selten brauchen wir das, was wir kaufen wirklich. Das trifft selbst auf einen gut gefüllten Einkaufswagen im Supermarkt zu: Brauchen wir den ganzen Süßkram und das tolle Putzgadget aus der Haushaltswarenabteilung wirklich?

Fakt ist, dass Kaufen in uns Glücksgefühle auslöst. Wir sind sozusagen süchtig nach Glücksgefühlen. Leider ist das Gefühl des Glücks nach einem Kauf in der Regel nur von sehr kurzer Dauer. Also kaufen wir mehr und reden uns ein, dass wir die ganzen Dinge zum Leben brauchen.

Wenn wir davon ausgehen, was wir wirklich brauchen, könnten wir vermutlich mit einem Kleinwagen einen Umzug meistern. Doch die Realität ist, dass wir so viele Dinge anhäufen, dass ein Tieflader anrollen muss um unseren Hausstand zu befördern.

Das bedeutet nicht, dass wir nun unseren ganzen Besitz spenden sollten und ein asketisches und enthaltsames Leben führen müssen. Wir sollten uns aber von dem Besitz trennen, der uns in Wirklichkeit nur das Leben schwer macht.

Diese 3 einfachen Schritte befreien Deine Wohnung und Deine Seele

  1. Welche Dinge sind wirklich von Wert?

Ausmisten gibt Dir Gelegenheit, Dinge neu zu durchdenken und zu bewerten. Bewerten im Sinne von „Was ist mir etwas wert“? Ist es die hässliche Vase, die Dir Schwiegermutter zum Geburtstag geschenkt hat wert, dass Du Dich jedes Mal darüber ärgerst, dass Du im Schrank nichts findest? Sind es die unförmigen T-Shirts, die Du Dir im letzten Sommerurlaub aus einer Laune heraus gekauft hast wert, dass Dein Schrank nur noch schwer schließt?

Im Laufe der Zeit sammeln sich in unseren Schränken und Schubladen Ergebnisse von Impulskäufen oder Erinnerungsstücke an. Oder wir haben Angst vor der Reaktion anderer, wenn wir Dinge wegwerfen. Also wird das Geschenk von Schwiegermutter zu jedem Geburtstag wieder auf dem Tisch dekoriert und den Rest des Jahres ärgern wir uns über den vollen Vasenschrank.

Natürlich sind Erinnerungsstücke wichtig. Die Frage ist nur, wie viele davon benötigen wir. Müssen es alle fünf T-Shirts aus dem Urlaub sein, oder reicht eines, wenn Du sie sowieso nicht trägst?

Müssen alle Geschenke von Schwiegermutter aufgehoben werden, oder kannst Du die ältesten einfach mal ganz unauffällig entsorgen? Merkt das überhaupt jemand? Und wenn Schwiegermutter fragen sollte, kannst Du Dir ein Herz fassen und erklären, dass Du keinen Gefallen mehr an dem Stück hattest und es deshalb weggegeben hast. Vielleicht ruft das Unmut hervor, aber sollte dieser Unmut schwerer wiegen, als Dein Groll über den vollen Schrank?

Viele Dinge verlieren im Laufe der Zeit ihren Wert für uns. Sei es weil wir uns verändern, oder weil die Umstände andere sind. Prüfe die Dinge, die Du besitzt also regelmäßig auf ihren Wert für Dich. So entrümpelst Du nicht nur Deinen Schrank, sondern befreist dich gleichzeitig von Schatten der Vergangenheit.

  1. Welche Dinge benutzt Du wirklich?

Gerne lassen wir uns beim Einkaufen oder von der Werbung von wunderbar praktischen Dingen überzeugen. Wir kaufen diese dann, nur um festzustellen, dass das gewünschte Ergebnis nicht eintritt. Solche Sachen bleiben dennoch zunächst im Schrank, denn sie sind ja quasi neu und vielleicht kann man das ein oder andere Teil ja doch noch mal gebrauchen.

Wenn Du solche Dinge im Schrank findest, überlege, wann Du das wirklich das letzte Mal benutzt hast. Würde es zu irgendetwas taugen, würde es auch benutzt werden. Doch was sollst Du mit Dingen anfangen, die Du sowieso nie benutzt? Sie blockieren lediglich Platz im Schrank.

Ja, diese Dinge haben mal Geld gekostet und ja, es ist wenig nachhaltig, sie einfach wegzuwerfen. Du kannst aber auch daraus lernen. Wenn Du spürst, wie es sich anfühlt, etwas fast unbenutztes einfach wegzuwerfen, dann wird Dich dieses Gefühl bei Deinen zukünftigen Einkäufen begleiten. Du erinnerst Dich an die vielen fast neuen Dinge, die im Müll gelandet sind und wirst beim Einkaufen viel bewusster sein.

Du lernst dabei, nicht mehr Sklave der Werbung und der laut schreienden Angebote zu sein, sondern die Entscheidung für oder gegen einen Kauf genau abzuwägen und bewusst zu treffen.

Vielleicht hilft Dir auch zusätzlich ein kleines Mantra dabei, bewusster einzukaufen:

„Ich kaufe nur Dinge, die zu 100% dem entsprechen, das ich wirklich will.“

Damit lässt Du Dich nicht mehr auf Kompromisse ein und lässt Dich weniger von Angeboten locken. Wenn der Satz nicht für Dich passt, formuliere ihn so um, dass er Dir entspricht. Probiere das bei den nächsten Shoppingtouren mal aus. Du wirst sehen, dass Du viel weniger, dafür aber Dinge einkaufst, die wirklich gut für Dich sind.

  1. Welche Dinge können zu neuen Ehren gelangen?

Arbeitet man sich durch den ein oder anderen Schrank zuhause, entdeckt man häufig Dinge, deren Existenz man schon lange vergessen hatte. Wenn Du anfällig dafür bist, öfter mal Schuhe zu kaufen, hast Du das bestimmt schon erlebt: Du kommst freudestrahlend mit Deinem neuen paar Schuhe nach Hause. Wenn Du Deinen Schuhschrank öffnest um Deine neue Errungenschaft zu verstauen, entdeckst Du ein ganz ähnliches Paar, das Du in der letzten Saison im Schlussverkauf erstanden hast.

Gerne machen wir solche Schnäppchen. Wir kaufen zum Beispiel Winterschuhe im Frühling im Angebot und stellen Sie über den Sommer unbenutzt ganz hinten in den Schrank. Fängt dann der nächste Winter an, erinnern wir uns nur noch daran, dass uns ein paar braune flache gefütterte Stiefel fehlten. Das Schnäppchen aus dem Schlussverkauf ist jedoch nicht mehr präsent. Also wird ein neues paar Schuhe gekauft und das Schlussverkaufschnäppchen bleibt weiter ganz hinten im Schrank.

Was also tun, wenn Du so etwas beim Aufräumen und Ausmisten entdeckst? Zum Wegwerfen sind diese Teile ja nun wirklich zu schade. Richte Dir doch einen eigenen kleinen „Laden“ ein. Das kann ein Schrank in der Wohnung sein oder ein Regal im Keller. Dort räumst Du alle überzähligen Dinge fein sortiert ein. Wenn Du nun etwas ersetzen musst, weil es kaputt oder verschlissen ist, gehst Du als Erstes in Deinen kleinen „Laden“ shoppen. Das macht Spaß und spart viel Geld.

Mach mal langsam

Wenn Du mit ausmisten und entrümpeln beginnst, nimm Dir nicht zu viel auf einmal vor. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut. Nimm Dir Zeit dafür und zelebriere das Ganze. Jede aufgeräumte Schublade und jeder sortierte Schrank ist ein kleiner Erfolg. Gehst Du also Schritt für Schritt vor, hast Du regelmäßig Erfolge.

Außerdem türmt sich dann nicht gleich ein riesiger Berg vor Dir auf. Sind nämlich die Schritte zu groß, die wir uns vornehmen, neigen wir dazu uns überfordert zu fühlen und fangen gar nicht erst an.

Mache Dir doch am besten gleich eine Liste, was Du alles anpacken willst. Diese Liste ist dann schon Dein erster getaner Schritt und Dein erster kleiner Erfolg. Sei stolz auf Dich!


Katrin JachmannDieses Gedankenspiel machte Katrin von lib-elle

Katrin ist Gründerin von lib-elle und selbst immer im Spagat zwischen Arbeit, Familie und sich selbst. Ihre Blogbeiträge handeln davon, wie es gelingt, jedem Lebensbereich den nötigen Raum zu geben. Aus diesen Erkenntnissen heraus entstehen auch die lib-elle Aufgabenplaner, die hier im Shop erhältlich sind.


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