„An mich denken“ – Darf man das als Mutter?

27.05.2020 10:17

Minifrau mit BesenWenn wir Kinder bekommen, bekommen wir nicht nur kleine süße Wonneproppen sondern gleichzeitig einen großen Berg Verantwortung. Wir müssen dafür sorgen, dass es diesen kleinen Menschen gut geht. Doch wie verhindern wir, dass wir uns mit unserer Fürsorge selbst aufopfern? Wie lernen wir „An mich denken?“. In diesem Beitrag geht es darum, wie wir die Balance zwischen Pflichten und Selbstfürsorge in der Familie finden.

Erwartungen erfüllen: In der Familie werden tagtäglich viele Erwartungen an uns gestellt. Zum „An mich denken“ bleibt da nicht viel Raum: Die Kinder brauchen Hilfe bei den Hausaufgaben. Ein riesiger Berg Wäsche wartet darauf in die Waschmaschine zu gelangen. Oma müsste auch mal wieder besucht werden, die hat schon zweimal mit vorwurfsvoller Stimme angerufen. Ach ja, Zeit und Raum für Zweisamkeit mit dem Partner sollte ich ja auch regelmäßig schaffen…

Wir fühlen uns zwischen den ganzen Pflichten wie ein Spielball, der ständig hin und hergeworfen wird. Kaum ist das eine erledigt, zerrt schon wieder das nächste „Müssen“ an unserem Arm. Aber so haben wir es gelernt. So gehört das doch, oder?

Frage Dich, wer verursacht übermäßige Erwartungen?

Gerne machen wir andere dafür verantwortlich, dass wir so gefordert sind und ein An-mich-Denken auf der Strecke bleibt. Es sind die anderen, die mit ihren überzogenen Ansprüchen unser Leben bestimmen. Wir glauben, keine Möglichkeit zu haben, dieses Karussell anzuhalten. Doch meist liegt die Ursache der Überforderung nicht bei den anderen, sondern tief in uns selbst vergraben.

Jetzt sagst Du vielleicht: „Stopp! Soll das jetzt heißen, alle zerren an mir herum und wollen etwas von mir und ich selbst soll auch noch Schuld daran sein?“

Ja genau, zumindest hast Du bestimmt einen Anteil an der Situation: Die äußeren Umstände sind gegeben. Du hast Kinder, einen Mann und eine Familie, die gerne Aufmerksamkeit hätten und versorgt werden möchten.

Die Frage ist, wie gehst Du damit um? Empfindest Du es als Deine Aufgabe, immer für andere da zu sein und deren Bedürfnisse ohne Diskussion zu erfüllen? Möchtest Du alles perfekt machen und einen tadellosen Haushalt führen? Ist es Deine Verantwortung für gute Schulnoten der Kinder zu sorgen?

Je mehr Du die Bedürfnisse der anderen als Deine eigenen definierst, umso mehr Erwartungen werden auch an Dich gestellt. Du hast es ja schon immer gemacht, also scheinst Du dafür verantwortlich zu sein. Und zwar nicht nur von außen, sondern auch aus Deinem Inneren heraus. Du empfindest es selbst als Deine Verantwortlichkeit und verursachst Dir selbst einen inneren Druck dem allen gerecht zu werden.

Aber ist es als Mutter nicht egoistisch, an mich zu denken?

Der Ausweg aus dem Anspruchsdenken der anderen ist, ein gesundes „An-mich-Denken“. Ja, das ist ein Stück weit egoistisch. Aber wer hat eigentlich festgelegt, dass die Bedürfnisse der anderen über Deinen eigenen stehen? Sind es nicht die anderen, die sich egoistisch verhalten, weil sie von Dir erwarten, dass Du Deine eigenen Bedürfnisse zu Gunsten ihrer Erwartungen hinten anstellst?

Hast Du im Flugzeug die Sicherheitseinweisung kurz vor dem Start schon mal genau verfolgt? Du wirst nachdrücklich darüber belehrt, dass es sehr wichtig ist, sich zuerst selbst zu schützen und erst dann dem Nachbarn oder dem eigenen Kind zu helfen. Bekommst Du im schlimmsten Fall nämlich selbst keine Luft, kannst Du auch sonst niemandem helfen. Es ist also wichtig, zuerst darauf zu schauen, dass es Dir gut geht. Dann hast Du die Kraft, Dich um andere zu kümmern.

Genauso ist es auch im Leben. Wenn es Dir selbst nicht gut geht, kannst Du Dich auch nicht um andere kümmern. Es ist also nicht einfach egoistisch an Dich zu denken, sondern lebensnotwendig.

Wie geht „An mich denken“?

Oft haben wir verlernt, was wir brauchen und möchten. Wir sind so mit der Erfüllung von Wünschen anderer beschäftigt, dass wir den Zugang zu uns selbst verloren haben. Auch wenn wir nun den Wunsch gefasst haben, dass es so nicht weiter geht und wir dringend etwas ändern müssen, geht das nicht auf Knopfdruck. Wir müssen erst wieder lernen, was wir brauchen und möchten.

Ganz wichtig ist bei diesem Vorhaben, sich Zeit zu nehmen. Man kann nicht mal eben in fünf Minuten lernen, zu sich selbst zu finden. Das ist ein Prozess. Stück für Stück können wir unsere wahren Gefühle und Bedürfnisse freilegen. Wie bei einer Zwiebel, müssen wir uns Schicht für Schicht nach innen vorarbeiten.

Doch jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt. Du brauchst zunächst regelmäßig Zeit für Dich. Da reicht fürs Erste eine halbe Stunde jeden Tag. Eine halbe Stunde, die Du nur für Dich verplanen darfst. Eine halbe Stunde, die Dir gehört.

Vermutlich weißt Du dann erst einmal gar nichts mit Dir anzufangen. Wahrscheinlich schreit eine kleine Stimme in Deinem Hinterkopf, dass es eigentlich doch so viel zu tun gäbe und Du die Zeit produktiver verbringen könntest. Dann sage Dir, dass es produktiv ist, an Dich zu denken. Das sind sozusagen Wartungsarbeiten an Dir selbst. Ein Auto bringst Du ja auch regelmäßig zur Inspektion, damit Fehler und Probleme rechtzeitig behoben werden, bevor es zum Totalausfall kommt.

Genauso brauchst auch Du regelmäßig Wartung und Pflege, bevor Du krank wirst oder im Burnout endest. Tue in dieser Zeit für Dich also Dinge, die Dir gut tun. Das kann es heißes Bad sein, eine Tasse Tee oder einfach nur mal ein paar Minuten auf der Couch liegen und Löcher in die Luft starren.

Mit der Zeit wird diese „An mich denken“ – Zeit zur Gewohnheit und Du wirst es genießen.

Wo soll ich denn die Zeit hernehmen, an mich zu denken?

Ganz einfach, Du machst einfach nicht mehr alles. Und Du machst nicht mehr alles selbst.

Es gibt zwei Kategorien von Dingen, die wir regelmäßig tun. Kategorie eins Aufgaben müssen getan werden. Du kannst die Kinder nicht einfach unbeaufsichtigt lassen und Du musst auch dafür sorgen, dass sie regelmäßig etwas halbwegs Gesundes zu essen bekommen. Wäsche waschen, Pausenbrote, Hausaufgaben – alles Dinge, die getan werden müssen.

Für die Aufgaben der ersten Kategorie, gibt es eine ganz einfache Lösung: Du gibst sie ab. Entweder Dein Partner kümmert sich mehr und die Kinder müssen mehr Dinge selbst erledigen. Oder, sollte das beides nicht möglich sein, dann gibt es vielleicht die Möglichkeit, sich Hilfe von außen zu holen. Kann eventuell die Oma helfen? Oder wäre eine Putzhilfe die Lösung?

Aufgaben der zweiten Kategorie sind Dinge, die wir glauben tun zu müssen. Das ist die aufopferungsvolle Arbeit im Verein oder die stets blitzblank geputzten Fenster, der preisverdächtig gut gepflegte Garten oder die Top Bikini Figur fürs Freibad.

Das größte „Zeit für mich“ – Potential liegt in den Aufgaben der Kategorie zwei. Also in den Aufgaben, die Du aufgrund eines perfektionistischen Anspruchsdenkens erfüllst. Die kannst Du nämlich einfach weglassen. Niemand kommt zu Schaden, wenn die Fenster mal ein paar Wochen schmutzig sind. Um das nächste Vereinsfest können sich auch mal andere kümmern und der Garten wird nicht gleich komplett verwildern, wenn mal ein paar Unkräutchen hervorblitzen.

Es gibt also viel Potential, Zeit für „An mich denken“ zu schaffen. Nutze dieses Potential für Dich. Es lohnt sich. Mit der Zeit wirst Du in Deiner regelmäßigen Auszeit wieder mehr zu Dir finden. Du wirst ruhiger und entspannter werden. Das ist am Ende nicht nur gut für Dich, auch die Menschen in Deinem Umfeld werden es schätzen, wenn Du zufriedener und ausgeglichener bist.

Welche Unterstützung gibt es dabei, Zeit zu schaffen an mich zu denken?

Lib-elle hat einige nützliche Planer, die Dir helfen, Deine Alltagsaufgaben abzugeben und aufzuteilen. Zudem bekommst Du Unterstützung dabei, Deinen Kindern mehr Eigenverantwortung zu geben. Unsere Frauenplaner helfen Dir, die gewonnene Zeit für Dich sinnvoll und für gewinnbringend zu nutzen. Stöbere doch gleich mal durch!


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