Kurz den Stecker ziehen – So entfliehst Du der Informationsüberflutung

20.01.2021 09:18

Minifrauen stehen um einen Stecker herumAus unserer Umwelt prasseln täglich Unmengen von Nachrichten und Informationen auf uns ein. Der nächste Newsfeeds oder das nächste Onlinevideo ist schließlich nur einen Klick entfernt. Problematisch wird das, wenn wir in dem Informationsrauschen ertrinken und den Blick fürs Wesentliche verlieren. Im Folgenden findest Du drei Fragen, die helfen können dem Information Overload zu entfliehen.

Gerade im Moment scheint sich die Welt täglich zu verändern. Wir haben das Gefühl, ständig wachsam sein zu müssen um nicht etwas Wichtiges zu verpassen. Doch ganz schnell kann dies auch in eine Art Suchtverhalten umschlagen und wir verlieren uns im digitalen Kosmos.

Doch was können wir tun, um mit dieser Informationsflut umzugehen?

Ein kompletter Digital-Detox ist wohl kaum der richtige Weg. Es funktioniert nicht mehr, sämtlichen digitalen Informationskanälen zu entsagen und nur noch auf die gute alte Zeitung und die Gerüchteküche aus der Nachbarschaft zu vertrauen.

Unser Leben findet von Tag zu Tag mehr online statt. Wer sich dagegen stellt ist ganz schnell abgehängt und nimmt am gesellschaftlichen Leben nicht mehr Teil. Arbeit, Einkaufen, Schule, Kontakt mit Freunden und Familie: All diese Dinge passieren zunehmend nur noch online.

Statt uns gegen das Internet zu sperren, müssen wir also Wege finden, mit den Informationen, die quasi während der Internetnutzung als Grundrauschen auf uns einströmen, umzugehen. Gemeint sind hier Pop-Ups, Werbebanner, E-Mails, Nachrichtenfeeds, Push-Benachrichtigungen oder sich ständig aktualisierende Social-Media Apps.

Im Internet und mit dem Internet zu arbeiten ist ein bisschen so, als würden wir ein spannendes Buch lesen und alle paar Zeilen unterbricht uns jemand mit einer Frage oder einem Einwurf. Beim Buch ist klar was wir tun: Wir schauen uns das ein paar Mal an und sagen nichts. Spätestens bei der dritten Unterbrechung fühlen wir uns genervt und weisen den Störenfried (hoffentlich) freundlich aber bestimmt darauf hin, dass wir gerne in Ruhe das Buch lesen möchten.

Sind wir hingegen im Internet unterwegs, lassen wir uns ganz gerne von Ablenkung zu Ablenkung tragen. Was wir beim Beispiel mit dem Buch nicht dulden würden, laden wir uns online im Grunde freiwillig auf.

Wenn es also ohne Internet nicht geht und wir auch die Störquellen nicht so einfach eliminieren können, müssen wir Strategien entwickeln, mit der Informationsflut umzugehen.

Die folgenden drei Fragen können dabei helfen, den Fokus wiederherzustellen, wenn wir drohen abzudriften und uns in den Weiten des Internets zu verlieren:

Frage 1: Was hat das mit mir zu tun?

Viele Meldungen und Nachrichten dienen kaum dazu, dem Empfänger wirklich zusätzliche Informationen und Mehrwert zu liefern. Vielmehr verfolgt der Sender der Nachricht damit das Ziel, Aufmerksamkeit zu erlangen. Wer Aufmerksamkeit bekommt, bekommt unweigerlich auch Energie. Doch ist das Energie, die wir selbst brauchen um unser eigenes Leben zu organisieren. Diese Energie sollten wir uns nicht so einfach rauben lassen.

Wenn wir also Nachrichten lesen, sollten wir uns immer fragen, was das mit uns persönlich zu tun hat. Inwiefern, wirkt sich diese Nachricht überhaupt auf unser Leben aus? Bei den meisten Nachrichten werden wir die Frage mit „Gar nicht!“ beantworten müssen. Diese Informationen können wir also ganz bewusst ausblenden und müssen uns nicht weiter damit befassen. Was für ein befreiendes Gefühl!

Bei den wenigen Nachrichten, die tatsächlich mit uns und unserem Leben zu tun haben, können wir genauer hinschauen und falls notwendig auch in die Tiefe recherchieren. Aber das wird nur selten der Fall sein.

Die Frage „Was hat das mit mir zu tun?“ hilft also, relevante von unwichtigen Informationen zu unterscheiden und unseren Geist zu entlasten.

Frage 2: Habe ich etwas Besseres zu tun?

Manchmal begeben wir uns auch freiwillig in die Wogen der digitalen Information und lassen uns treiben. Das ist vollkommen in Ordnung, wenn wir das bewusst tun. Lenken wir uns damit aber unbewusst von wichtigen Dingen ab, kann uns dieses Verhalten sehr schaden.

Wenn wir also merken, dass wir uns aus welchen Gründen auch immer

…von einer Nachrichtenmeldung zur nächsten klicken

…uns gelangweilt durch hunderte Paar Schuhe in Onlineshops wischen

…wir ständig auf neue Nachrichten aus Social Media Kanälen lauern,

dann sollten wir es uns zur Gewohnheit machen, kurz innezuhalten.

Wir sollten uns regelmäßig die Frage stellen: „Habe ich etwas Besseres zu tun?“. Je nachdem wie die Antwort ausfällt, hilft uns das, uns wieder auf die wichtigen Dinge zu fokussieren. Oder wir können ganz entspannt weiter surfen, weil wir tatsächlich Zeit für Müßiggang haben und uns ganz bewusst treiben lassen.

Frage 3: Muss das jetzt sein?

Wie oben bereits erwähnt, werden viele Informationen gar nicht veröffentlicht um dem Leser, Zuhörer oder Zuschauer wirklich einen Mehrwert zu bieten. Vielmehr wird in vielen Fällen einfach um unsere Aufmerksamkeit gebuhlt.

Dinge werden ganz dringend gemacht. Man solle schnell handeln. Ausschließlich und genau jetzt ist die einzige Chance und so weiter und so fort.

Unser Gehirn glaubt diese Dinge erst einmal. Prüfen wir den Sachverhalt jedoch ganz objektiv, stellt sich meist heraus, dass die Chance gar nicht so einmalig ist und schnelles Handeln schon gar nicht erforderlich.

Lassen wir uns also von solcher Rhetorik ablenken, sollten wir uns fragen „Muss das jetzt sein?“. Ist schnelles Handeln tatsächlich erforderlich, dann ist die Ablenkung gerechtfertigt. Ist dem jedoch nicht so, sollten wir zuerst die Dinge erledigen, die wir uns vorgenommen hatten. Alles andere können wir für die Zeit danach einplanen.

Fazit: Reflexionspausen lassen uns Dinge effizienter und schneller erledigen

Um oben genannte Fragen zu stellen und die Informationsüberflutung einzudämmen, müssen wir zwangsläufig immer wieder Pausen machen. Mal kurz den Stecker ziehen sozusagen. Wir müssen regelmäßig über den Tag innehalten und reflektieren, ob das wir aktuell tun, uns persönlich voranbringt.

Das kostet zwar erst einmal Zeit, entlastet uns im Endeffekt aber, weil wir konzentrierter und fokussierter arbeiten können.


Katrin JachmannDieses Gedankenspiel machte Katrin von lib-elle

Katrin ist Gründerin von lib-elle und selbst immer im Spagat zwischen Arbeit, Familie und sich selbst. Ihre Blogbeiträge handeln davon, wie es gelingt, jedem Lebensbereich den nötigen Raum zu geben. Aus diesen Erkenntnissen heraus entstehen auch die lib-elle Aufgabenplaner, die hier im Shop erhältlich sind.


Deine Formel für ein leichteres Leben: libre ("frei") + elle ("sie") =


schnell geliefert

sicher verpackt

handverlesenes Sortiment

persönlicher Service