3 Quellen für Zusatzaufgaben im Job und wie Du diese abstellst

11.03.2020 10:16

Miniaturfigur auf Fahrrad mit BüroklammerBist Du in Deinem Job oft diejenige, die Extraaufgaben übernimmt? Diejenige, die Überstunden macht, um eine Deadline zu halten? Diejenige, die Geburtstagsgeschenke für die Kollegen besorgt und sich um die Organisation des Betriebssommerfestes kümmert? Dann solltest Du überlegen, ob Du Dich vielleicht ausnutzen lässt.

Gerade Menschen, die sehr hilfsbereit sind und gerne leisten, finden sich am Arbeitsplatz oft in einem nicht enden wollenden Strom von Zusatzaufgaben wieder. Im Folgenden findest Du drei Quellen für Extraarbeit. Schaue doch mal, ob etwas davon auf Dich zutrifft und wie Du dies abstellen könntest:

Zusatzaufgaben Quelle 1: Kollegen, die Leistung verweigern

Eine Quelle von zusätzlicher Arbeit sind Kollegen, die versuchen, Aufgaben abzuschieben. Wenn Du selbst jemand bist, der gerne arbeitet und Leistung erbringt, kannst Du Dir das vielleicht nicht besonders gut vorstellen. Aber beobachte doch mal Deine Kollegen oder Mitarbeiter. Wer glänzt mit Ergebnissen und wer hat immer nur besonders tolle Ideen, jemand anderes soll sie aber umsetzen?

Bekommst Du von jemandem im Team öfter Ratschläge, was Du an Deiner Arbeit und Euren Projekten verbessern könntest? Setzt Du das dann um, lobt Dich dieser Kollege oder diese Kollegin und ist ganz begeistert von Deiner Arbeit? So hätte er oder sie das ja niemals hinbekommen! Du bist stolz, freust Dich über das Lob und ackerst noch mehr. Besagter Kollege macht wahrscheinlich immer pünktlich Feierabend, während Du Eurem Projekt noch den extra Schliff gibst.

Natürlich ist es gut und richtig, Lob und Anerkennung von den Kollegen anzunehmen. Jedoch solltest Du Dich davor schützen, Dich auf diese Art manipulieren und ausnutzen zu lassen. Von vielen Menschen wird Lob dazu benutzt, andere Menschen dazu zu bringen, etwas für sie zu erledigen. Meist sind das ausgesprochen nette umgängliche und kumpelhafte Typen, die Dir vermutlich auch noch sehr sympathisch sind.

Also prüfe Deine Beziehungen zu den Kollegen und Mitarbeitern, ob jemand dabei ist, der immer tolle Ideen und Pläne hat, selten aber etwas davon selbst umsetzt, sondern andere dazu bringt dies zu tun. Hast Du so jemanden entlarvt, hilft eigentlich nur ein klares „Nein“. Mache deutlich, dass Dein Arbeitspensum bereits groß genug ist und Du keine Kapazitäten für zusätzlichen Input hast.

Oder Du versuchst, den Ball wieder zurück zu spielen. Das könnte dann in etwas so aussehen: „Deine Idee ist echt prima, arbeite das doch mal aus und dann sehen wir, wie wir das noch im Projekt unterbringen.“ An der Reaktion siehst Du dann, wie weit es her ist mit dem Engagement des Kollegen.

Eventuell wird er oder sie sich rausreden, dass er oder sie nicht über genügend Zeit oder Kompetenzen verfügt, diese Aufgabe umzusetzen. Bleibe dann auf jeden Fall standhaft und erkläre, dass Du ebenfalls keine Zeit dafür hast. Spielst Du dieses Spielchen öfter, wird der Kollege sich mit gut gemeinten Ratschlägen vermutlich zukünftig zurückhalten, damit die Zusatzarbeit nicht auf ihn zurückfällt.

Zusatzaufgaben Quelle 2: Übermäßige Hilfsbereitschaft

Hilfsbereitschaft ist eine sehr uneigennützige Eigenschaft. Jeder mag hilfsbereite Menschen. Doch birgt ein Übermaß an Hilfsbereitschaft auch die Gefahr, ausgenutzt zu werden und die eigenen Grenzen verletzen zu lassen.

Am Arbeitsplatz kann sich Hilfsbereitschaft ausdrücken, indem Du beispielsweise die Schicht mit einem Kollegen tauschst, damit dieser früher in sein Wochenende zum Skiurlaub kann. Oder dass Du die Arbeit übernimmst, die ein Kollege nicht schafft. Vielleicht hat die Kollegin Probleme mit ihrem Partner und Du hörst Dir diese geduldig an, obwohl Du weißt, dass Du dafür Überstunden machen musst. Diese Liste lässt sich unendlich fortsetzen. Sicher findest Du Dich irgendwo wieder.

Bist Du ein sehr hilfsbereiter Mensch, dann solltest Du stolz darauf sein. Mache Dir aber auch Deine Grenzen bewusst. Wirst Du ausgenutzt oder fühlst Du Dich überfordert, solltest Du Gegenmaßnahmen ergreifen. Prüfe folgende drei Punkte, bevor Du hilfst:

  1. Ist es immer wieder dieselbe Person, die Deine Hilfsbereitschaft in Anspruch nimmt? Dann lerne „Nein“ zu sagen. Du bist nicht für das Leben anderer verantwortlich. Gib die Verantwortung in Gedanken an den Kollegen oder die Kollegin zurück und grenze Dich innerlich ab. Wenn diese Person das nächste Mal etwas von Dir will, erbitte Dir Bedenkzeit. Dann kannst Du Dir in Ruhe überlegen, wie hilfsbereit Du sein möchtest.
  2. Achte auf Deine Grenzen. Fühlst Du Dich überfordert von den Aufgaben, die Du aus Hilfsbereitschaft übernimmst? Dann übe, Dich vorne anzustellen. Du kannst nur helfen, wenn Du gesund und leistungsfähig bist. Also sorge in erster Linie dafür, dass es Dir gut geht. Hast Du dann noch Energie übrig, kannst Du anderen helfen.
  3. Hilf den anderen es selbst zu tun. Manchmal verfügen wir als einzige über bestimmte Kompetenzen und sind daher für eine Aufgabe verantwortlich. Überlege, wie man solche Dinge eventuell anders organisieren kann. Kannst Du jemandem bestimmte Dinge zeigen oder erklären, damit dieser sich dann selbst auskennt und nicht immer Dich fragt? Manchmal sind das Kleinigkeiten, die aber viel Freiheit bringen, wenn Du sie nicht mehr alleine schultern musst.

Zusatzaufgaben Quelle 3: Keine große Sache

Manchmal steckt der Teufel im Detail. Putzt Du vielleicht öfter schnell mal die Kaffeemaschine in der Teeküche, da Du ja eh schon mal den Wischlappen in der Hand hast? Ist ja kein großer Aufwand. Oder Du besorgst neue Kaffeefiltertüten, da Du ja heute Nachmittag sowieso zum Einkaufen gehst. Selbstredend nimmst Du die Post für die Kollegin mit, Du musst ja eh in die Richtung.

Natürlich sind viele Dinge schnell erledigt. Wenn Du ein praktisch veranlagter Mensch bist, dann ist es für Dich vielleicht eine Selbstverständlichkeit, dass Du schnell die Kaffeemaschine putzt, während Du wartest, dass Dein Teewasser kocht. Die Frage ist nur, ob Deine Kollegen auch so denken, oder ob Du immer die einzige bist, die die Kaffeemaschine reinigt. Nimmt Deine Kollegin auch mal die Post für Dich mit, oder ist das nur für Dich eine Selbstverständlichkeit?

Wenn Du die einzige bist, die so effizient denkt, fühlst Du Dich möglicherweise ausgenutzt. Deine Kollegen merken aber vermutlich gar nichts davon, da Du diese ganzen Dinge ja einfach mal so nebenbei mit machst.

Ist dies der Fall, solltest Du das unbedingt im Team ansprechen. Nenne die Dinge, die Du ganz nebenbei wie selbstverständlich tust und fordere das auch von Deinen Kollegen ein. Redet darüber. Dann wird sich sicher eine Lösung finden lassen, die alle zufrieden stellt. Vielleicht teilt Ihr einen Putzdienst für die Kaffeemaschine ein und jeder ist mal dran mit Kaffeefilter kaufen.

Dann hast Du zwar nichts mehr zu tun, solange Du auf Dein Teewasser wartest, weil die Kaffeemaschine schon glänzt, aber dafür kannst Du ein paar Augenblicke für Dich genießen. Denn denke daran, auch Pausen fördern die Produktivität.

Plane Deinen Arbeitstag, dann fällt es Dir leichter, Zusatzaufgaben abzulehnen

Planung unterstützt Dich dabei, „Nein“ sagen zu lernen. Wenn Du Deinen Arbeitstag planst, dann siehst Du auf einen Blick, ob es noch eine Lücke für Zusatzaufgaben in Deinem Job gibt. Wenn der Tag voll ist, dann ist er voll. So kannst Du auch ganz einfach sagen „Sorry, aber sieh Dir meine Wochenplanung an, da gibt es echt keine Lücke mehr.“

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